für die verletzten Seelen

Wohl dem, der es vermag zu fühlen,
was es heißt zu lieben,
auch wenn´s and´re übergehen,
dir ist sie geblieben.

Lieben, nein, das kann nicht jeder,
manche wollen´s auch nicht tun,
denn es sind zumeist nur Jäger,
nach Trophäen, nach dem Ruhm.

Brüsten sich mit einem schönen Wesen,
genießen ihren Mittelpunkt,
und später, als sei nichts gewesen,
geht es in die nächtste Rund´.

Dieser Mensch, der nur benutzt,
hat dich doch wirklich nicht verdient,
weil er doch ganz und gar nicht weiß,
wozu Gefühl´ und Liebe sind.

Doch Du, mein Engel, du kannst fühlen,
mit dem Herzen und Verstand,
kannst über Last und Trauer siegen,
weil Du eben lieben kannst!

Warum

Schicksalsschläge, die uns ereilen,
die lange in Gedanken bleiben,
die uns ständig quälend fragen,
„warum“ nur muss ich das ertragen.

Warum ereilt mich diese Pein,
warum nur lässt Du uns allein,
warum musstest Du so gehen,
ich kann dein Handeln kaum verstehen.

Wenn es Dir nur darum ging,
dass ich die Zeit in Leid verbring,
so klage ich Dich hiermit an,
da dies niemand verstehen kann.

Von Feigheit kann ich hier nur sprechen,
einfach mit dem Leben brechen,
Verantwortung war Dir wohl fremd,
dachtest nicht mal an das Kind.

Von Egoismus stark zerfressen,
kann ich nicht so schnell vergessen,
was DU hier angerichtet hast,
ist uns allen eine Last.

Die Gedanken die uns nun begleiten,
dein Handeln war doch zu vermeiden,
doch hast Du diesen Weg gewählt,
der uns von jetztan ständig quält.

Gibt es doch auch andre Wege,
manchmal über kleine Stege,
die zu betreten nicht so schwer,
manchmal führen hin und her,
doch diese führen auch zum Ziele,
da Du der Freunde hattest viele.

Der Abschied fällt uns allen schwer,
sind unsre Gedanken nun oft leer,
hier an deinem Grab zu stehen,
dich in diesem Sarg zu sehen,
getragen von unendlichen Schmerzen,
tief verankert in den Herzen,
befallen von der Traurigkeit,
hinterlässt Du stille Einsamkeit.

Wenn ich in die Tiefe blicke,
quälend an der Seel´ ersticke,
war es Dir das wirklich wert,
dass Du hier zu Grabe fährst.

Ohne

Ein Haus im Wald,
einsam und kalt,
unbewohnt.

Ein Bild ohne Rahmen,
ohne Ausdruck und Farben,
ungewohnt.

Das Wasser der Quelle,
stets an einer Stelle,
unbetrübt.

Zum Schluß noch ein Herz,
wie es weint, wie es schmerzt,
ungeliebt.

Wehmut

Winde wehen,
Wolken gehen,
in das Grau der Welt hinein.

Keine Sonne,
keine Wonne,
erfüllt mein Herz mit Sonnenschein.

Nichts als Traurigkeit und Sorgen,
nichts als Wehmut oder Klagen,
sagt, wo seid ihr hingegangen,
Hoffnung, Liebe und Verlangen.

Leere

Von Stimmen erzählt,
mit Worten umschrieben,
die vielen Gedanken,
es ist nichts geblieben.

Ein Buch, halb vollendet,
über das, was wir lieben,
die Handlung erfunden,
es wird nie geschrieben.

Ein Bild ohne Blick,
ohne Ausdruck und Farben,
sind Zeichen im Leben
über das was wir haben.

Trauer 2

Voller Sehnsucht nach den Tagen,
als wir so froh beisammen lagen,
spürten, was es heißt zu leben,
wussten von der Kraft zu geben,
wie schön war doch die Lebenszeit,
als wir nicht einsam, wir zu zweit!

Wie viel Tage sind vergangen,
wie lang bin ich in mir gefangen,
hier zu knien vor Deiner Stätte,
in der man dich zur Ruhe bette,
frage ich mich nach dem Sinn,
warum ich nun alleine bin.

Trauriges Herz

Mein Herz so leer,
es weint so still,
weil´s so gerne zu Dir will.

So klein, verletzlich,
und auch so stark,
weil es dich doch so sehr mag.

Doch ist´s auch traurig,
so einsam und leer,
wie ein totes, stilles Meer.

Es sehnt sich nach Liebe,
nach Sehnsucht und Wärme,
ja, das hätte es so gerne.