Einsamkeit

Wenn am Himmel Wolken ziehen,
als wollten sie vor allem fliehen,
am Horizont die Sonne weicht,
hat sie denn nie ihr Ziel erreicht?

Die Rose, die für Dich bestimmt,
in der Vase schnell verwelkt,
und der Eindruck mir entsteht,
dass alles viel zu schnelle geht.

Und spät abends, in der Nacht,
wenn ich plötzlich aufgewacht,
und der Traum brennt in der Seele,
mit dem ich mich so lange quäle.

Ach was könnten Wolken schweben,
Sonnenstrahlen ich erleben,
Blumen unaufhörlich blühen,
die Nächte mir die Seele kühlen.

Könntest Du in meiner Nähe sein,
dann wäre ich nicht so allein,
die Einsamkeit, so wahr es ist,
die Seele unaufhaltsam frisst.

Einsamkeit 2

Am Morgen, wenn ich aufgewacht,
das Morgenrot vom Himmel strahlt,
der Tau im Gras wie Silber glänzt,
die Leidenschaft mein Herz verbrennt.

Niemand mit mir aufgewacht,
niemand mich erweckt, ganz sacht,
aus dem Traume, der mich quält
und nur von Einsamkeit erzählt.

So frag´ ich Dich, bist Du bereit,
zu entflieh´n der Einsamkeit,
in eine Zeit mit bess´ren Tagen,
die leichter wäre zu ertragen.

Freunde 2

Wenn zwei Menschen sich so schätzen,
stundenlang am Höhrer schwätzen,
alles voneinander wissen,
sich vielleicht auch noch vermissen,
muss es noch nicht Liebe sein,
die in die Herzen dringt hinein.

Freund zu sein auf dieser Welt,
was meiner Ansicht länger hält
und dem Menschen viel mehr gibt,
als wenn man kurze Zeit verliebt,
denn wenn die Liebe ist zu Ende
ist der Freund mit Rat zur Stelle.

Frühling 2

Leuchtend weiße Blütenpracht,
Vöglein wecken Dich, ganz sacht,
die Nächte sind nicht mehr so lang,
denn der Frühling fängt bald an.

Freude dringt in unser Herz,
verdrängt so manchen schlimmen Schmerz
und wir besinnen uns zur Ruh,
wenn die Sonne kommt hinzu.

Frühlingsgefühle

Die Sonne, die im Frühling,
erweckt in uns den Frohsinn,
vertreibt so manchen Niedergang,
der in unser Herz gelang.

Gefühle, die dann ereilen,
und lange Zeit in uns verweilen,
sollten niemals ungelebt,
da jeder Mensch nach Frohsinn strebt.

Wenn die Blütenpracht erscheint,
niemand auf der Welt mehr weint,
die Vielfalt, welche uns begegnet,
das Leben nur zu herrlich segnet.

Gefühle die durch lautes Glocken,
uns ständig in Versuchung locken,
stehe ich dir gegenüber,
ist es auch mit mir vorüber.

Still steht dann die Erdenzeit,
wenn mir der einzig Blick nur bleibt,
deine Schönheit ist vollkommen,
und macht so manches Herz benommen.

Klagen

Am Tag, wenn keine Sonne scheint,
mein Herze innerlich gar weint,
wenn Abende zuvor passiert,
dass Du mich einfach ignorierst.

Sehen wir uns doch so selten,
dürfte Ignoranz nicht gelten,
nur ein tiefer Blick von Dir,
wär´ schon genug im Herzen mir.

Ach, konnt´ ich doch Gedanken lesen,
ich wüsst´ so gerne was gewesen,
warum Du oft in letzter Zeit
dich entferntest viel zu weit.

Wenn es zu bedeuten hat,
dass Du der Leidenschaft bist satt,
so lass mich nicht so lange warten,
bis ich selbst es kann erraten.

Denn gewiss, das lass dir sagen,
kann niemand Schmerzen gut ertragen,
die einem in der Seele stechen,
und das Herze arg zerbrechen.

Doch Ungewissheit heißt die Last,
die es immer wieder schafft,
dass Gefühle sind gefährdet,
und die Angst damit ernähret.