Der Abend

Am Horizont, die Sonne still,
im Meere sich verstecken will,
die Erd´  mit Dunkelheit bedeckt,
im Land sich kalter Wind erstreckt,
manch Tier zu seinem Neste geht,
ein Fuchs sich auf die Lauer legt,
die Blumen ihre Blüten schließen,
ist der Abend zu genießen.

Tagesbeginn

Scheint am Morgen rot der Himmel,
im leichten Nebel steht ein Schimmel,
am Waldesrand, auf grüner Au,
die Wiese glänzt im Morgentau,
die Vögel diesen Tag besingen,
herrlich ihre Lieder klingen,
wenn so ein jeder Tag beginnt,
ein jeder sehr viel Kraft gewinnt.

Abendgedanke

Wenn Dunkelheit kehrt in das Land,
Die Welt erlischt, zur Ruhe geht,
denke ich so gern ans Band,
das uns beide so bewegt.

Ich denke an die schönen Stunden,
an die große Herzlichkeit,
wie wir zweisam drehten Runden,
mit Freud´ und Heiterkeit.

Morgenlicht

Das Licht des Morgens hell erstrahlt,
am Himmel hoch, hell über´s Land,
die Morgensonne strahlt und prahlt,
wo des Nacht der Mond noch stand.

Oh Morgensonne, stehe auf,
gib Kraft uns, gib uns Stärke,
wärme uns, nimm deinen Lauf
und steige über Berge.

Hoch am Himmel, seh ich dich
voller Licht und Segen,
und hier unten stehe ich
meines Lebens wegen.

Du gibst mir Kraft, gibst mir Halt,
durch deine Zuversicht,
gibst nie auf, und siehe, bald
erwacht in mir das Licht.

Nachtruhe

Abendstille, tiefes Schweigen,
bedeckt des Tages handeln,
wollen Dir die Ruhe zeigen,
sollst darinnen wandeln.

Sollst dich nun zur Ruhe legen,
damit Du schönes träumst,
denn die Nacht, sie will dir geben,
was Du am Tag versäumst.

Morgenruf

Hell es wird am Firmament,
des Leuchtens Glanz erstrahlet,
Licht besteiget diese Welt,
die Morgensonne strahlet.

Erwache Welt, entflieh´ dem Schlaf,
oh Nacht, so leg´ dich nieder,
hast behütet uns so brav,
ich weiß, ich seh´ dich wieder.

Abendnebel

Nebenschwaden ziehen langsam
durch die Wälder, über Seen,
bedecken Gräser, Zweige, Blätter,
wenn sie durch die Lande zieh´n.

Anmut, schweigend, stille Lande,
zugedeckt vom weißen Rauch,
schleichend, niemanden erweckend,
durchzieht er Täler auch.

Wärmend, wie ein Pelz im Winter,
legt er sich auf diese Welt,
möge Frieden in dich kehren,
und vertreiben, was dich quält.

Die Nacht

Vom Mondeslicht umgeben,
stehend auf dem weiten Feld,
gibst Ruhe mir und Segen,
entziehst mir, was mich quält.

Färbst nun alles Leben,
mit Farben deiner selbst,
kannst vieles mir nun geben,
dein Licht mich stets erhellt.

Mit deiner Art, der stillen,
umgeben von den Sternen,
befreist Du meinen Willen,
ich werd´ mich auch nicht wehren.

Stille Nacht, so bringe nun,
Frieden in das Herz,
lass nicht nur mich in Frieden ruhn,
verdränge JEDEN Schmerz.