Warum

Schicksalsschläge, die uns ereilen,
die lange in Gedanken bleiben,
die uns ständig quälend fragen,
„warum“ nur muss ich das ertragen.

Warum ereilt mich diese Pein,
warum nur lässt Du uns allein,
warum musstest Du so gehen,
ich kann dein Handeln kaum verstehen.

Wenn es Dir nur darum ging,
dass ich die Zeit in Leid verbring,
so klage ich Dich hiermit an,
da dies niemand verstehen kann.

Von Feigheit kann ich hier nur sprechen,
einfach mit dem Leben brechen,
Verantwortung war Dir wohl fremd,
dachtest nicht mal an das Kind.

Von Egoismus stark zerfressen,
kann ich nicht so schnell vergessen,
was DU hier angerichtet hast,
ist uns allen eine Last.

Die Gedanken die uns nun begleiten,
dein Handeln war doch zu vermeiden,
doch hast Du diesen Weg gewählt,
der uns von jetztan ständig quält.

Gibt es doch auch andre Wege,
manchmal über kleine Stege,
die zu betreten nicht so schwer,
manchmal führen hin und her,
doch diese führen auch zum Ziele,
da Du der Freunde hattest viele.

Der Abschied fällt uns allen schwer,
sind unsre Gedanken nun oft leer,
hier an deinem Grab zu stehen,
dich in diesem Sarg zu sehen,
getragen von unendlichen Schmerzen,
tief verankert in den Herzen,
befallen von der Traurigkeit,
hinterlässt Du stille Einsamkeit.

Wenn ich in die Tiefe blicke,
quälend an der Seel´ ersticke,
war es Dir das wirklich wert,
dass Du hier zu Grabe fährst.

Autor: Timo Schneider

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