Wehmut

Winde wehen,
Wolken gehen,
in das Grau der Welt hinein.

Keine Sonne,
keine Wonne,
erfüllt mein Herz mit Sonnenschein.

Nichts als Traurigkeit und Sorgen,
nichts als Wehmut oder Klagen,
sagt, wo seid ihr hingegangen,
Hoffnung, Liebe und Verlangen.

An die Nacht

Ich schau dich an, Du schöne Nacht,
mit deiner wunderschönen Pracht,
wie klar und rein Du über uns,
dein Antlitz zeigst, vollkomm´ner Kunst.

In die tiefe Dunkelheit,
erhabener Unendlichkeit,
kann all das, was wir auf Erden,
nur unbedeutend, kleiner werden.

Doch für uns, die wir hier leben,
kann es gar nichts schön´res geben,
als die Ruhe, die Du bringst,
wenn Du dein schönes Nachtlied singst.

Leere

Von Stimmen erzählt,
mit Worten umschrieben,
die vielen Gedanken,
es ist nichts geblieben.

Ein Buch, halb vollendet,
über das, was wir lieben,
die Handlung erfunden,
es wird nie geschrieben.

Ein Bild ohne Blick,
ohne Ausdruck und Farben,
sind Zeichen im Leben
über das was wir haben.

Trauer 2

Voller Sehnsucht nach den Tagen,
als wir so froh beisammen lagen,
spürten, was es heißt zu leben,
wussten von der Kraft zu geben,
wie schön war doch die Lebenszeit,
als wir nicht einsam, wir zu zweit!

Wie viel Tage sind vergangen,
wie lang bin ich in mir gefangen,
hier zu knien vor Deiner Stätte,
in der man dich zur Ruhe bette,
frage ich mich nach dem Sinn,
warum ich nun alleine bin.

Du XXIX

Ich erhebe mein Glas
bei Gedanken an Dich,
und schaue dich an,
auch wenn Du es nicht siehst.

Ich schließ´ meine Augen
wenn Du zu mir sprichst,
und fühl mich geborgen
wenn Du bei mir bist.

Gedanken wie diese
unerreichbar  – so fern,
doch träum ich von diesen
Gefühlen so gern.

Ich möcht´ mit Dir reden,
doch trau´ ich mich nicht,
habe Angst vor der Antwort,
mein Herz dann zerbricht.

Trauriges Herz

Mein Herz so leer,
es weint so still,
weil´s so gerne zu Dir will.

So klein, verletzlich,
und auch so stark,
weil es dich doch so sehr mag.

Doch ist´s auch traurig,
so einsam und leer,
wie ein totes, stilles Meer.

Es sehnt sich nach Liebe,
nach Sehnsucht und Wärme,
ja, das hätte es so gerne.

Du XXX – Dein Lächeln

Dein Lächeln ist wie Sonnenschein,
es strahlt und wärmt ganz sacht,
wie der Mond, so klar und rein,
bei sternenklarer Nacht.

Es ist, als schaute man auf Blüten,
auf einem bunten, schönen Feld,
es ist, als könnte es behüten,
vor Last und Trauer dieser Welt.

Dein Lächeln ist ein Lebensbaum,
inmitten eines Waldes,
ein Anblick, wie ein schöner Traum,
verlier´ es nie – behalt es!