Gedanken eines Ringträgers

Ich habe vergessen, wie es ist, nicht allein zu schlafen,
ich habe vergessen, wie es ist, die Haut eines anderen zu berühren,
ich habe vergessen, wie die Lippen schmecken,
wie sich ein Kuß anfühlt,
ich habe vergessen zu fühlen, wenn der andere genießt,
habe vergessen, wie man sich fühlt, geliebt zu werden…
Es ist die Bürde eines Ringträgers, allein zu sein…

Schrei in der Dunkelheit

Ein dunkler Raum, in dem ich steh,
einsam und verlassen,
meine Rufe schallen wieder,
niemand hört mein Klagen.

Einsam bin ich und allein,
von dunkler Nacht umgeben,
wie sollte es auch anders sein,
kenn´ anders nicht mein Leben.

Rufe schallen ungehört,
vergehen in dem Nichts,
und mein Herz, es weint so sehr,
es kennt nur den Verzicht.

Klagend suche ich den Grund,
warum bin ich allein,
ist es meine eig´ne Schuld,
würd´ mich so gern befrei´n.

Liebe suche ich vergebens,
sie ist mir nicht gegönnt,
doch ist sie meines Lebens streben,
bis hin zu meinem Tod…

vergebens

Schreie endlos, untergehend,
vom Wind verweht, ins Leere treibt,
das Ziel, dass sie sonst angestrebet,
haben sie dann nie erreicht.

Klagend, einsam und verlassen,
stehe ich auf diesem Berg,
Worte meinen Hals verlassen,
doch hat es keinen Zweck.

Sucht´ ich nicht den höchsten Punkt,
damit mein Schrei erhallet,
und dass jemand meine Kund,
erhöret und begreifet.

Dunkelheit durchbricht den Berg,
der Abendsonne Anblick,
bleibt auch heute mir verwehrt,
so suche ich den Abstieg.