Winternacht

Winternacht, so kühl und klar,
erhellt vom Schnee, so wunderbar,
im Mondlicht schimmert deine Ruh‘,
Tannenzweige glänzen nun.

Ein Lichterspiel im weißen Glanz,
in Dir verliere ich mich ganz,
ein Schimmern gänzlich dich umgibt,
und Frohsinn nunmehr in mir siegt.

Oh, herrlich schöne Winternacht,
stahlst mit deiner schönen Pracht,
bringest uns Gemütlichkeit,
Liebe und Geborgenheit.

Abendruh

Windessstille, klare Nacht,
heller Mond, Sternenpracht,
Abendstille, kühle Zeit,
Nachtgedanken, Einsamkeit.

Ruhe sanft, mit stillen Träumen,
unter großen Tannenbäumen,
mögen sie den Schutz dir geben,
und bewahren dich im Leben.

Der Morgen

Scheint am Morgen rot der Himmel,
im leichten Nebel steht ein Schimmel,
am Waldesrand, auf grüner Au,
die Wiese glänzt im Morgentau,
die Vögel diesen Tag besingen,
herrlich ihre Lieder klingen,
wenn so ein jeder Tag beginnt,
der Mensch auch sehr viel Kraft gewinnt.

Schlaflos

Oh Nacht, was hast Du zu verbergen,
was ist deiner tiefsten Tracht,
treibst Du uns in ein Verderben,
aus dem man nimmer mehr erwacht?

Hat es einen tiefen Sinn,
wenn wir der Stunden liegen wach,
soll´s mir zeigen wer ich bin,
das ich denk drüber nach?

Was entspringt dir in den Stunden,
nichts erfahre ich von Dir,
was willst Du mir damit verkünden,
sag es laut – los sag es mir.

Schweige nur, lass mich allein,
ich kann mich nicht wehren,
ich entfliehe deinem Schein,
und werd´ dich nicht begehren.

Abenddämmerung

Die Abenddämmerung erbricht,
mit ihrem warmen sanften Licht,
mit kühlen Winden, die von Bergen,
in die Täler niederfahren,
gefolgt von Stille und von Nacht,
der Mond alsbald in voller Pracht,
am Sternenhimmel kommt hinzu
und gibt uns Frieden und auch Ruh.

Abendruh

Auf des Berges Gipfel ruhend,
unterm Kreuze – müd´ und schwach,
auf die tiefe Sonne blickend,
wenn ich aus dem Schlaf erwach.

Weit entfernt, hier auf dem Berge,
lieg´ ich nieder – ruf Dir zu,
wenn ich doch nur bei Dir wäre,
fänd´ ich wahre Abendruh.

Abendstimmung

Am Abend manche Grille singt,
ein leises Lied im Abendwind,
Blumen schließen ihre Blüten,
ein Schäfer muss noch Schafe hüten.

Der Mond am Himmel steigt empor,
eine Wolke geht davor,
damit das Licht hier auf der Erde,
dadurch ein bisschen schwächer werde.

Ein Hund bellt in die sanfte Stille,
nur kurz verstummt das Lied der Grille,
der Wind weht durch die stille Nacht,
und hat die Ruh zurückgebracht.