Archiv für die Kategorie ‘Persönliches’

Freunde…

Montag, 17. Dezember 2007

Des Schreckens Jammer lauter Schrei,
in kunkler Kammer laut ertönt,
der Schmerz, als kämpfe er sich frei,
mein Leben ist´s gewöhnt.

Zurückgehalten, bis zuletzt,
aus Angst ihn loszulassen,
die Seele, einsam und verletzt,
kann all dies nicht erfassen.

Das Leben, so wie ich´s erleb,
was andere draus machen,
führen mich fernab vom Weg,
kann nicht mal drüber lachen.

Was ist es, das euch handeln läßt,
so ungeniert und kalt,
das ihr so herzlis ignoriert,
des ander´n Lebenshalt.

Für Euch zählt nur das Eig´ne Sein,
was kümmert euch das Leben
Anderer, die gut und fein
das ihre euch gegeben.

Habt Dank für euer “Gastgeschenk”, das ihr mir habt gegeben…
Ihr seid ein Beispiel dafür, was KEINE Freunde sind….

Mein Sohn

Freitag, 03. November 2006

Als es Dich noch nicht gab,
stellte ich mir vor, wie Du sein würdest.

Jetzt, wo es dich gibt,
kann ich mir kaum vorstellen, wenn Du nicht wärst.

Ich hielt Dich auf meinem Arm,
kaum eine Stunde alt.
Ich konnte miterleben,
wie die Welt dich empfing.

Ein Leben.
Mein Leben?
Dein Leben!

Leb´ es.

Papa

Freitag, 03. November 2006

Manchmal kommst Du mir doch so plötzlich in den Sinn.
Dann erschrecke ich mich.
Nein, nicht wegen Dir,
vielmehr deswegen, weil ich erkenne,
wie normal das Leben doch auch ohne Dich geworden ist.

Sieben Jahre sind vergangen, seit dem Du von uns gingst.

Es hat sich viel verändert.
Das bringt die Zeit so mit sich.

Mich würde es schon mal interessieren,
was Du von diesen Veränderrungen hältst.

Vielleicht gerade deswegen, weil ich es nie erfahren werde, ist der Wunsch danach umso größer.

Diagnose: Krebs

Montag, 31. Januar 2005

Warst so fern und doch so nah,
nur Gedanken, Möglichkeit,
warst so gänzlich irreal,
doch sicher nicht die Wirklichkeit.

Jetzt sah ich dich, im Krankenhaus,
erst jetzt gestehe ich mir ein,
alles sah nun anders aus,
das alles könnte anders sein.

Hast drei Kinder, einen Mann,
wie nur soll es weitergehen,
ich spürte es, auch mir wurd´s Bang´,
wenn das schlimmste anzunehmen…

Kann mich heute nicht verschließen,
schaff´ es nicht, es sitzt zu tief,
kann auch irgendwie nicht reden,
nun, so schreib´ ich eben dies.

Meine Art, mein Tun, mein Denken,
uns´re offenen Gespräche,
hin und wieder wir uns lenkten,
so in neue Lebenswege.

Nun, für dich mach ich mich stark,
die Hoffnung lebt stets in mir drin,
nein, dich geb´ ich niemals auf,
denn dich, dich werd´ ich nicht verlier´n.

Michel

Freitag, 24. Dezember 2004

Neun Jahre lebst Du nun auf Erden,
ich seh dich langsam älter werden,
seh´ mit Freuden wie Du wächst,
wie sich dein Körper weiter streckt.

Nicht immer hast Du´s leicht gehabt,
dein Herz so manchmal gar nicht lacht,
doch mit Freude sehe ich,
wie glücklich oft dein Herz doch ist.

Zeilen könnt´ ich viele schreiben,
tu in Gedanken gern verweilen,
denn Du bist das größte Glück,
und mein allerbestes Stück.

Nichts auf dieser Welt vermag,
zu trennen, was ich gerne hab,
so mein Herz nun zu dir spicht,
ganz leise, sanft: ich liebe dich!

Danke

Freitag, 13. August 2004

Ich versuch von Dir zu schreiben,
um Gedanken zu vertreiben,
dass ich dich nicht mehr wiederseh´,
was meinem Herze tut so weh.

Unverhofft tratst Du hinein,
in mein Leben, in mein Sein
und brachtest ein Gefühl zurück,
von dem ich dachte, es sei weg.

Auch wenn wir uns nicht mehr begegnen,
wir uns nicht mehr wiedersehen,
so weiß ich nun – von heute an,
das ich wieder lieben kann.

Vergangen

Mittwoch, 12. Mai 2004

Einst war die Zeit für mich gekommen,
an der Du in mein Leben trat´st,
hab´ dich zuerst nicht wahrgenommen,
obwohl Du in der Nähe warst.

Hast dich bemüht, dass ich beachte,
hast dich stets um mich bemüht,
hofftest, das ich dich betrachte,
zeigtest mir dein lieb Gemüt.

Langsam hab ich registriert,
deine Art und auch dein Wesen,
hab´ mich dann in dich verliebt,
in deine Art zu leben.

Ich gab dir Geborgenheit,
schenktest mir das Leben,
war mehr zu geben nun bereit,
wollt´ dir alles geben.

Die Leidenschaft war voll entfacht,
im Geben wie im Nehmen,
hast mich zu Dingen auch gebracht,
die ich würd´ nie erwähnen.

Du suchtest einen Halt im Leben,
nach Liebe und Verlässlichkeit,
ja, das konnte ich dir geben,
dieses und Geborgenheit.

Doch irgendwann sah ich dich weinen,
ich fragte nach dem Grund dafür,
sprachst schauend in die Augen meine:
“Du siehst nicht mehr den Mensch in mir.”

Nun, von da an ging´s bergab,
ich versuchte dir zu zeigen,
war stets ein Freund dir, in der Tat,
was ich bekam das war´n nur Lügen.

Doch damals hab ich dir vertraut,
und nahm es als die Wahrheit,
denn meine Liebe darauf baut,
nun, heute hab´ ich Klarheit.

Der Freund, von dem Du damals sprachst,
wie konnt´ ich nur so blöd sein,
war alles and´re als nur das,
doch vertraute ich den Worten dein.

Du machtest mir das Leben schwer,
hast dich mehr zurückgezogen,
und ich versuchte immer mehr,
dich zurückzuholen.

Meine Liebe war so stark,
ich wollt´ dich nicht verlieren,
nach langer Zeit hab´ ich´s gewagt,
schließlich auszuziehen.

Schon bald kam die Ernüchterung,
hab´s schließlich auch bemerkt,
warum es kam zu dieser Trennung,
da war ein anderer am Werk.

Ich hatte alles aufgegeben,
für dich, nur um der Liebe willen,
nun hatte ich nicht mehr das Leben,
die Augen mir sich öffneten.

Die Trennung lag am “guten Freund”,
vieles wurde mir bewusst,
alles was ich mir erträumt,
ging über nun in Frust.

Du hast mich lange Zeit belogen,
aus Liebe hab´ ich dir vertraut,
hast mich benutzt und mich betrogen,
mein Leben mir damit versaut.

Hast mir genommen, meinen Grundstein
für das Leben hier auf Erden,
ich habe lange Zeit geweint,
konnt´ Schmerzen nicht verbergen.

Schließlich wurde mir auch klar,
was ich hatt´ aufgegeben,
ein Leben schön und wunderbar,
wollt´ wieder dahin streben.

Freunde, ja, das glaubet mir,
sind das Beste auf der Welt,
drum suchte ich ganz schnell nach dir,
sonst wär´s schlecht um mich bestellt.

Heute hab ich mich erholt,
von der Trauer, von dem Schmerz,
hab´ mir mein Leben wieder geholt,
auch Freude füllt mein Herz.

Du bist mir egal geworden,
auch, was Du mir angetan,
wenn ich erwache an dem Morgen,
denk´ ich nicht mehr einmal daran.

Dies Gedicht, dies ist mein Abschied,
von schweren Zeiten, die ich erlebt,
von nun an singe ich das Lied,
von Freude, Glück, was in mir bebt.

P.S.: (für alle der Gedichteseite)

Auch ihr habt dazu beigetragen,
dass ich wieder der sein kann,
dass ich´s Leben kann ertragen,
und Freude ebnet meine Bahn.

Meine Art, wie ich das Leben
leb´ mit Freude und mit Glück,
ihr habt es mir zurückgegeben.
so geb´ ich auch davon zurück.

Vieles wurde mir bewusst,
beim kommentier´n und dichten,
ich kann, falls ihr es nicht gewusst,
auf Euch nicht mehr verzichten.